Myanmar, das ehemalige Burma, ist das vielleicht letzte ursprüngliche und nahezu unberührte Juwel Südostasiens. Das Nachbarland Thailands erwacht nun nach und nach aus seinem Dornröschenschlaf und erschließt sich immer mehr dem, wenn auch sanften Tourismus. Lange war Myanmar so gut wie komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Gerade diese Unschuld und Reinheit macht den besonderen Zauber Myanmars aus. Das Land blickt auf eine spannende, nicht immer einfache Geschichte von Kolonialmächten, Fehden unter den Volksstämmen und ihrer Führer und natürlich der strikten Zensur des Militärregimes zurück. Aber auch märchenhafte Geschichten hat das ehemalige Burma hervorgebracht, wie die Geschichte der österreichischen Studentin, die sich in Amerika in einen Kommilitonen verliebte, ihn heiratete, ihm in sein Land folgte und dort feststellen konnte, dass er der Prinz des Shan Staates war. Neben den Geschichten Myanmars bietet das Land unzählige Pagoden, Tempel, Stupas und ganze Tempelstädte, die von einem ungeahnten Reichtum erzählen. Auch die Fauna und Flora Myanmars, die man während der Rundreisen erlebt ist unvergleichlich wild und romantisch. Myanmars Strände zählen zu den vielleicht schönsten in Asien, haben zudem den Vorteil, dass sie weder überlaufen noch komplett zugebaut sind. Trotz aller Natürlichkeit muss auch in Myanmar keinesfalls auf Luxus und Komfort verzichtet werden. Hotels und Resorts verbinden die Tradition des Landes mit westlichen Standards und sind wahre Wohlfühl-Oasen. Egal ob reiner Badeurlaub, Tauchen, Schnorcheln oder spannende Myanmar-Rundreisen, das Land erobert das Herz der Besucher garantiert im Sturm.

Klima und das optimale Reisewetter
In Myanmar herrscht ein tropisches Klima vor, welches vom Monsun beeinflusst wird, der das Jahr in eine Trockenzeit und eine Regenzeit unterteilt. Die Regenzeit dauert in Myanmar von Mai bis Oktober. Die Temperaturen sind zwar angenehm warm, doch regnet es vor allem an den südlichen Küsten sehr stark. Besonders in den Monaten Juli und August muss man hier mit starken Niederschlägen rechnen. Auch von Rundreisen ist in dieser Zeit eher abzuraten, da manche Straßen zeitweise unpassierbar sind. Die beste Reisezeit für Myanmar sind die Monate von November bis April, wobei März und April zu den heißesten Monaten des Jahres zählen und speziell in der Region um Bagan Temperaturen über 40° Celsius keine Seltenheit sind. Wer im Oktober zu Myanmar Rundreisen aufbricht wird mit einer besonders satt-grünen und üppigen Natur belohnt.

Flugdauer, Zeitverschiebung, Visum und Strom
Die Flugzeit von Deutschland nach Myanmar beträgt etwa 14 Stunden. Es werden von Deutschland aus so gut wie keine Direktflüge angeboten. Die Zeitdifferenz zwischen Deutschland und Myanmar beträgt 4 Stunden und 30 Minuten. Da es in Myanmar keine Umstellung von Sommerzeit auf Winterzeit gibt, ist Myanmar während der deutschen Wintermonate der Zeit um 5 Stunden und 30 Minuten voraus. In Myanmar werden viele unterschiedliche Steckdosen verwendet. Um sicher zu gehen, dass man mitgebrachte elektrische Geräte verwenden kann, sollte man einen Reiseadapter im Gepäck haben. Für die Einreise nach Myanmar muss der Reisepass deutscher Staatsbürger noch mindestens 6 Monate über die Reisedauer hinaus gültig sein. Das Visum für Myanmar muss im Vorfeld bei der Botschaft des Landes in Berlin beantragt werden. Auch hat man die Möglichkeit ein Visum elektronisch zu beantragen, diese Variante ist zeitsparend. Meist erhält man das Myanmar Visum bereits nach 5 Werktagen.

Bevölkerung, Sprache, Religion und Währung
Myanmar ist ein sogenannter Vielvölkerstatt mit zahlreichen Volksgruppen und Ethnien. Besonders spannend ist es während der Rundreisen die einzelnen Bergstämme mit ihren eigenen Kulturen kennenzulernen. Neben den größten Volksgruppen, den Birmanen leben hier die bekannten Shan, vorwiegend in ihrem eigenen Shan Staat. Sehr interessant ist es auch über das Leben der Karen, der Mon, der Padaung und der Chin zu erfahren. Insgesamt leben in Myanmar etwa 135 unterschiedliche Volksgruppen. Beinahe alle Volksgruppen haben ihre eigene Sprache. Amtssprache in Myanmar ist die birmanische Sprache, als Handelssprache wird aber Englisch verwendet und gerade in den gut erschlossenen Regionen des Landes relativ brauchbar verstanden. Die Mehrheit der Bewohner des Landes gehören dem Buddhismus an. Im ganzen Land kann man die imposanten Tempel bestaunen. Besonders die Bergvölker jedoch haben ihre eigene Abwandlung des Buddhismus, der sich hier mit Ahnenkult und extremem Geisterglaube vermischt. Die Geister in Myanmar heißen Nats und ihre Seelen wohnen in den extra für sie erbauten Geisterhäusern, wo sie mit Opfergaben, Essen und Trinken versorgt und somit milde gestimmt werden. Die Währung Myanmars ist der Kyat. Internationale Kreditkarten werden in Myanmar immer mehr akzeptiert und auch Bankautomaten, sogenannte ATM`s gibt es vor allem in den größeren Städten. Doch sollte man gerade bei Rundreisen auch immer genügend Bargeld mit sich führen.

Kleine Tipps für den Urlaub in Myanmar
Myanmar ist bekannt für seinen Schwarzmarkt von verbotenen Tierprodukten wie Elfenbein und Erzeugnissen aus Nashörnern und Tigern. Auch der Lebendhandel von exotischen Tieren floriert hier. Reisende sollten von diesen Produkten Abstand halten, da diese verboten sind und es bei den strengen Kontrollen zu hohen Strafen kommt. Auch gehört Myanmar zum Goldenen Dreieck, und ist ein großer Produzent des Schlafmohns. Drogenkonsum und Besitz ist auch in Asien verboten, und wird hier besonders hart sanktioniert. In vielen Ländern steht auf Drogenhandel die Todesstrafe, also Hände weg von illegalen Rauschmitteln. Höflichkeit spielt eine große Rolle in Myanmar. Man achtet hier sehr auf die Wahrung des Gesichts, lautes Schreien und wildes Gestikulieren in der Öffentlichkeit sind verpönt. Beim Besuch eines Tempels achtet man auf korrekte Kleidung, Schultern und Knie sind bedeckt zu halten. Meist bekommt man vor den Tempelanlagen den Longyi ausgehändigt. Diesen traditionellen Wickelrock tragen hier sowohl Männer als auch Frauen. Auch betritt man einen Tempel stets ohne Schuhe. Myanmar ist bekannt für großartige Handwerkskünste und Erzeugnisse. Tolle Souvenirs sind Silber und Goldschmiede Erzeugnisse, aber auch handgewebte Stoffe, Bilder und die kostbare Seide aus Lotusfäden, die einzig und alleine am Inle See hergestellt wird. Auch werden hier die berühmten Lackwaren hergestellt. Rundreisen in Myanmar bieten sich an, da man hier sehr günstig und rasch per Inlandsflug von einer Region in die nächste gelangt. Ebenfalls sollte man sich eine idyllische Fahrt mit der Eisenbahn nicht entgehen lassen, bei der man wunderbar die vorbeiziehende herrliche Naturlandschaft genießen kann.

Die Hauptstadt Myanmars – Naypyidaw
Naypyidaw ist eine künstlich errichtete Stadt, die einzig und alleine dem Zweck einer modernen und prachtvollen Hauptstadt dienen soll. Während der Myanmar Rundreisen sollte man unbedingt diese etwas skurril wirkende Metropole besuchen. Alleine die zwanzigspurige Autobahn, welche zum pompösen Parlamentsgebäude führt ist ein Blickfang. Die Gebäude der Stadt wurden in modernem Stil mit viel Beton, Stahl und Glas erbaut und auch ein Nachbau der Shwedagon Pagode befindet sich hier. Alles in allem hat Myanmars Hauptstadt den Charme einer kuriosen Geisterstadt. Alles wirkt hier extrem sauber, beinahe steril und geordnet. Hier findet man moderne Shopping Paläste, in denen kaum Besucher anzutreffen sind, und riesige Schwimmbäder in denen sich nur vereinzelt Kinder tummeln. Naypyidaw ist nicht das typische Touristenziel während der Rundreisen durch Myanmar, doch zeigt es die andere Seite eines Landes, welche man hier niemals vermuten würde. Vorsicht bei Taxifahrten: Immer vorab einen Preis aushandeln, die Taxifahrer in der Hauptstadt verlangen gerne ein Vielfaches des üblichen Preises.

Kleine Rundreise durch Myanmar
Yangon, früher auch Rangun genannt bietet einen charmanten Mix aus britischem Kolonialstil und burmesischem Flair. Das Wahrzeichen und absolute Must-see dieser zauberhaften Stadt ist natürlich die legendäre Shwedagon Pagode, doch kann man hier einen ganzen Tag verbringen um von einem Tempel zum nächsten zu ziehen. Für Naturliebhaber ist der zoologische Garten ein Höhepunkt. Ruhe und Stille findet man am Ufer des Inya Sees. Mandalay besticht mit künstlerischem Flair und ist die Stadt der Poeten, Dichter und Denker. Außerdem sollte man hier den Mandlay Hill erklimmen, die Aussicht genießen und die Kyauktawgyi Pagode besuchen. Bagan besticht mit den archäologischen Zonen und der berühmten Tempelstadt. Hier hat man auch die Möglichkeit die Region mit einem Heißluftballon zu erkunden. Ein unvergessliches Erlebnis für alle, die keine Höhenangst haben. Der Inle See besticht mit seinen schwimmenden Dörfern, Gärten und Märkten. Auch sind hier die berühmten Einbein-Ruderer zu Hause, die ihre selbst geschnitzten Boote geschickt mit nur einem Bein über den See manövrieren. In der Region um den Inle See tauchen die Besucher ein in eine Welt, weitab von aller Hektik des Alltags. Myanmar Reisen lassen sich mit keinem anderen Urlaub in Asien vergleichen. Hier entdeckt man die Ursprünglichkeit der Natur und der Kultur, und entspannt an einsamen Stränden, die perfekt sind um die Seele baumeln zu lassen.

neon 15.09.2016 Land no responses

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